Auf welcher Seite - Ukraine oder Separatisten - stehe ich?

Klarstellung 0
Aufgrund einiger Fragen und Missverständnissen im Bezug auf die Initiative und damit verbundener Campagnen, möchte ich an der Stelle ein Paar Punkte klar stellen.

Auf welcher Seite stehe ich?

Grundsätzlich spielt es kaum Role, auf welcher Seite ich (Konstantin) persönlich stehe. Es ist kein Fußballspiel, bei dem man unbedingt eine der Seiten auswählt und mit der 90 Minuten lang fiebert. Es ist etwas komplizierter.
Mein Projekt richtet sich auf die Hilfe für die ukrainische Bevölkerung und für die Bekämpfung der illegal bewaffneten Einheiten, die die dortige Bevölkerung in der Ostukraine terrorisiert. Selbstverständlich unterstützt das Projekt auch Binnenflüchtlinge, die vor den Banden und Söldern nach Kiew, Lwiw, Odessa, Kharkiv und andere große und kleine Städte geflüchtet haben. Hierzu verweise ich auf humanitäre Hilfen für die Kinder aus der Ostukraine, die im Ferienlager „Lesnaja Zastava“ betreut werden und auf zahlreiche freiwillige Tätigkeit bei der Suche, Lagerung und Transport für Zivilkleidung, Betten etc.
Ich bin in Kiew geboren und spreche seit meiner Kindheit russische Sprache. Ich habe in Deutschland sehr viele russische Freunde aus Moskau, St. Petersburg und anderen Regionen. Mein Projekt und meine Tätigkeiten richten sich NICHT GEGEN die „bösen Russen“, gegen die russische Kultur oder gar gegen die russische Sprache. Meine Tätigkeiten richtet sich FÜR die betroffenen Menschen, die Hilfe benötigen.
Es ist nun mal so, dass man nachweislich meistens nur den Menschen außerhalb der sog. „DNR“ und „LNR“ helfen kann, weil ansonsten man keine Möglichkeit hat nachzuverfolgen, ob und an wen die Hilfe ankommt. Die humanitären und finanziellen Hilfen sind leider schon oft auf dem Weg nach Donetsk und Luhansk „verloren“ gegangen. Oft findet man die Sache auf den dortigen Märkten zu Verkauf angeboten.
Das Projekt steht somit nicht auf der Seite von Regierung, nicht auf der Seite von Separatisten, nicht auf der Seite von ausländischen Diensten, sondern hat bestimmte Ziele und Kampagnen, um den menschen zu helfen. Wer helfen möchte, darf er das gerne tun. Ich persönlich habe selbstverständlich subjektive Vorstellungen und Überzeugungen, diese versuch ich jedoch so wenig wie möglich mit dem Projekt zu vermischen.

Unterstütz das Projekt Faschisten, den Rechten Sektor und die Kriegsverbrecher, die „die Zivilbevölkerung im Donbas abschlachtet“?

Hier ist es einfach und kompliziert zugleich. Es werden keine Banditen, keine Kriegsverbrecher, keine Mörder oder Sonstige bei Straftaten unterstützt. Es wird den Zivilisten in der schwierigen finanziellen und sozialen Lage, die durch den nicht selbst verschuldeten Krieg entstanden ist,  geholfen. Freiwillige werden vereinzelt medizinisch, technisch und mit nicht-letalen Mitteln unterstützt, um illegal bewaffnete Menschen und Söldner in der Ostukraine zu bekämpfen, die Zivilbevölkerung, deren Hab und Gut, sowie deren Land zu schützen.
In der Ukraine gibt es grundsätzlich keine Faschisten. Vielleicht verwechselt man Begrifflichkeit und bedient sich Flossken aus dem Internet? Jeder kann sich den Begriff „Faschismus“ erklären lassen oder hier http://www.cpw-online.de/kids/faschismus.htm oder hier http://www.politik-lexikon.at/faschismus/ nachlesen. Zur Zeit steht in der Ukraine keine militärische oder nationalsozialistische Partei oder Koalition an der Macht im Parlament. Auch Präsident wurde durch eine Wahl gewählt. Nationalisten gibt es leider in jedem Parlament in Europa und Ukraine befindet sich in der Liste auf den hinteren Plätzen.
Viele Bürgerbewegungen, die während der Revolution der Würde und während dem Krieg entstanden, setzen sich in politischen, wirtschaftlichen, sozialen und informativen Projekten ein und stehen oft im Interessenkonflikt zu den Abgeordneten und Geschäftsleuten. Und nichtsdestotrotz funktionieren sie weiterhin, werden vom System nicht verfolgt oder gar ermordet. Das bedeutet, dass ein freies und demokratisches System aufgebaut wird. Mit allen Facetten, wie sie auch in Europa existieren. Leider nicht immer erfolgreich oder effektiv.
Im Rechten Sektor kämpfen sowohl ukrainische Nationalisten, als auch Nationalisten aus Russland und anderen Ländern. Dort kämpfen aber auch Links-orientierte. Dadrunter sind Christen, Juden, Muslime. Die Partei Rechter Sektor erhielt prozentual so wenige Stimmen bei der Parlamentswahl, dass Deutschland mit der AfD fasst schon weit weit recht angesehen werden kann.

Wofür richtet sich die aktuelle Aktion „Run for Life – Run for Ukraine“?

Mit dem Projekt „Run for Life – Run for Ukraine“ wollen wir in Kooperation mit eUkraine e.V. die Initiative „Förderung des Krebszentrums in Kiew“ finanziell unterstützen. Nicht zuletzt wegen dem Krieg mussten viele Krebskranke ihre Heimatregionen verlassen und können sich nicht behandeln lassen. Viele Binnenflüchtlinge erfahren erst jetzt, dass sie onkoligische Krankheiten haben, aber da sie weder Arbeit und finanziellen Mitteln haben, können sie sich kaum eine Behandlung leisten.

Während viel Mitteln in den Aufbau des Landes, in die Reformen und in die Militär investiert werden, bleiben leider solche Menschen auf der Strecke. So wurde für das Krebszentrum in Kiew ein neues Gebäude versprochen. Alle Geräte, Mobiliar und Medikamenten sollen von Spenden und eigenen Taschen finanziert werden.

 

Kommentar verfassen

Enter your pledge amount

In den Warenkorb